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WATER NEWS #4

Bildung beginnnt mit Wasser

Ein Morgen in Wakiso, Uganda. Die Sonne steht schon hoch, als Aisha, 13 Jahre alt, sich auf den Weg zur Schule macht. Früher begann ihr Tag anders, anstatt Schulmaterialien trug sie einen leeren Kanister um Wasser zu holen, kilometerweit.  

„Früher kam ich manchmal zu spät, weil ich erst Wasser holen musste“, sagt sie leise. „Jetzt bin ich pünktlich – und bleibe den ganzen Tag.“ 

In Aisha‘s Schule im Wakiso District, außerhalb der ugandischen Hauptstadt Kampala, hat sich etwas verändert. Seitdem es hier einen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser gibt, haben wirklich alle einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung.

 

Wasser macht Teilhabe  

Was so einfach klingt, ist für viele Kinder, besonders Mädchen, eine Herausforderung. Fehlende Wasserstellen, mangelhafte Sanitäranlagen und Tabus rund um Menstruation sind die Hauptgründe, für geringere Bildungschancen von Mädchen weltweit. 

Wenn die Periode beginnt, bedeutet das für Mädchen eine Reihe von Herausforderungen: kein sauberes Wasser, keine Toiletten und Wissenslücken rund um Menstruationshygiene sorgt dafür das Schülerinnen oft während ihrer Menstruation zu Hause bleiben. Das sind bis zu 30 Schultage pro Jahr. Das bedeutet weniger Bildungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe. 

Wasser ist nicht nur ein Menschenrecht es ist zentrale Lebensgrundlage. Wasser ist ein Bildungsschlüssel. Wenn Mädchen Zugang zu sauberem Wasser und Hygieneeinrichtungen an einer Schule haben, haben sie eine echte Chance durch die Türen hindurchzugehen, die sich allen Kindern durch Schulbildung öffnen. 

Menstrual Hygiene Management – ein Tabu wird Thema

Zu diesem Zweck organisiert Viva con Agua gemeinsam mit lokalen Partnern sogenannte MHM-Sessions (Menstrual Hygiene Management) im Wakiso District. 
In Workshops, Rollenspielen und Gesprächen lernen Mädchen, was ihr Körper braucht und dass Menstruation kein Grund ist, sich zu verstecken. Im letzten Jahr haben fast 900 Mädchen solche Workshops besucht. 

Parallel wurden 34 Lehrer:innen geschult, damit sie dieses Wissen weitergeben können. Denn Veränderung braucht Multiplikator:innen. Menschen, die zuhören, Fragen stellen, Brücken bauen. So wird das Thema Menstruation weiter enttabuisiert. Ein Mädchen, das während ihrer Periode am Unterricht teilnimmt, erfährt volle Bildung und damit Gleichberechtigung. 

Würde macht Zukunft

Das laufende Wasserprojekt in Wakiso zeigt eindrucksvoll, wie Wasser, Sanitärversorgung und Bildung untrennbar verbunden sind.  Und so wächst Veränderung über Schulen hinweg in ganzen Gemeinschaften. Eltern, Lehrer:innen, Mädchen, Jungen – sie alle sind Teil eines Prozesses.  Denn wo sauberes Trinkwasser selbstverständlich ist, ist Hygiene einfach und Zukunft möglich. Und wo Wissen geteilt wird, wächst Gleichberechtigung.  Das SDG 6 – das sechste Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen für Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen für alle, wird so Realität in einem Klassenzimmer. 

Bildung durch Wasser – eine Bewegung wächst 

Wasser verändert Würde, Selbstbestimmung und damit ganze Biografien. Es schafft Sicherheit, stärkt Selbstbewusstsein und öffnet Perspektiven. Wenn Mädchen Zugang zu Wasser und Hygiene haben, bleiben sie länger in der Schule. Mithilfe von Bildung bekommen sie die Chance ihre persönlichen Ziele und Ideen umzusetzen. 

Viva con Agua arbeitet dafür, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygiene in jeder Schule selbstverständlich werden. Denn Bildung darf kein Privileg sein, das an einer Wasserleitung hängt. 

We make Water happen – in jedem Klassenzimmer. 

Und du kannst Teil davon sein: 
Mit jeder Spende, jedem Engagement, jedem geteilten Wort unterstützt du Projekte wie das in Wakiso – und schenkst Mädchen wie Aisha die Zukunft, die sie verdienen.  

Du kannst deine Spende heute direkt über BetterPlace.org setzen. An allen Adventssonntagen legt BetterPlace zusätzlich 25 Prozent oben drauf.

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Empfänger*in: Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.
IBAN: DE58 2005 0550 1268 1351 81
BIC: HASPDEHHXXX
Betreff: WASSER FÜR ALLE

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