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PARTNERSHIPS IMPACT STORY

WATER FIRST, SAFETY FIRST – Warum fehlender Zugang zu Wasser die Risiken für Frauen und Mädchen erhöht.

Warum die 16 Days of Activism gegen Gender Based Violence ohne Wasser und Sanitärversorgung nicht verstanden werden können

Geschlechtsspezifische Gewalt (Gender Based Violence, GBV) entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie ist tief in gesellschaftlichen Systemen und Strukturen verankert. Ein entscheidender, aber oft übersehener Faktor, der die Risiken für Frauen und Mädchen massiv erhöht, ist der fehlende Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene, kurz WASH.

Wenn der Zugang zu einer sicheren Wasserquelle oder einer privaten Toilette fehlt, geht es nicht nur um Unbehagen. Es geht um reale, alltägliche Gefahren. Weltweit leben Milliarden von Menschen ohne Wasseranschluss in ihrem Zuhause. Laut dem neuesten Bericht von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in 7 von 10 Haushalten ohne fließendes Wasser Frauen oder Mädchen für das Wasserholen verantwortlich.

Dieser Umstand schafft ein Umfeld, in dem Gewalt gedeihen kann. Lasst uns genauer hinsehen, wie dieser Mangel an Grundversorgung die Sicherheit und die Zukunft von Frauen und Mädchen Tag für Tag aufs Spiel setzt.

Der reale Risikoalltag auf dem Weg zum Wasser

Für Millionen von Frauen und Mädchen weltweit ist das Wasserholen ein tägliches Ritual voller Gefahren. Es bedeutet oft, weite Strecken zurücklegen zu müssen, häufig allein, in der Dunkelheit oder in den frühen Morgenstunden. Die schweren Wasserkanister sind nicht nur eine körperliche Last, die zu langfristigen Gesundheitsschäden führen kann. Der Weg selbst ist ein Risiko.

Auf diesen langen, ungeschützten Wegen sind sie Belästigungen, Übergriffen und sexueller Gewalt ausgesetzt. Jeder Gang zur Wasserquelle wird zu einem Spießrutenlauf.

Dieser tägliche Kampf um Wasser erzwingt zudem einen schmerzhaften Kompromiss. Zeit, die für das Wasserholen aufgewendet wird, ist Zeit, die nicht in Bildung, Arbeit oder die Gemeinschaft investiert werden kann. Viele Mädchen verpassen die Schule oder brechen sie ganz ab, weil ihre Hilfe beim Wasserholen gebraucht wird. Es ist ein direkter Trade off. Bildung gegen Wasser. Und damit werden Zukunftschancen von Anfang an verbaut.

Unsichere Toiletten und fehlende Privatsphäre

Ähnliche Gefahren lauern dort, wo sichere und private Sanitäranlagen fehlen. Gemeinschaftstoiletten, die schlecht beleuchtet, nicht abschließbar oder weit vom Wohnort entfernt sind, werden zu Orten der Angst. Insbesondere nachts steigt das Risiko für Belästigung, sexuelle Übergriffe und Gewalt erheblich.

Wie das UN Büro in Genf hervorhebt:
“When toilets or washing places are shared, far away, or unsafe, privacy, safety, and dignity go out the window — and people risk harassment or worse.” Ohne einen geschützten Raum für die persönliche Hygiene sind Frauen und Mädchen gezwungen, ihre Bedürfnisse bis zur Dunkelheit aufzuschieben. Das gefährdet nicht nur ihre Sicherheit, sondern auch ihre Gesundheit.

Besonders während der Menstruation wird das Fehlen sauberer, sicherer und privater Toiletten zu einer enormen Belastung. Es raubt Frauen und Mädchen ihre Würde und zwingt sie dazu, sich aus Schule, Arbeit und öffentlichem Leben zurückzuziehen.

Period dignity braucht Water first: Was wir gemeinsam mit GIZ bewegen

Der Zusammenhang zwischen unsicheren Sanitäranlagen, Menstruation und geschlechtsspezifischer Gewalt zeigt sich besonders deutlich dort, wo Scham und Schweigen den Alltag bestimmen. Genau hier setzt die Zusammenarbeit von Viva con Agua mit GIZ an. Together with GIZ, Viva con Agua is running a social impact project focused on normalizing periods and empowering people who menstruate. Nicht abstrakt, nicht leise, sondern sichtbar, kreativ und inklusiv.

Das Projekt nutzt Kunst, Musik, Film, Storytelling und Social Media, um ehrliche Gespräche über Menstruation, Würde und den Zugang zu WASH anzustoßen. In Ausstellungen und kulturellen Formaten in Deutschland und Südafrika wird deutlich, dass Periodenstigma kein regionales Randthema ist, sondern ein globales strukturelles Problem.

Große gesellschaftliche Momente wie Festivals, Film Events und internationale Aktionstage werden bewusst genutzt, um Sichtbarkeit zu schaffen, Diskurse zu öffnen und kulturelle Muster zu hinterfragen. Ziel ist es, Menschen zu erreichen, die klassische WASH Debatten sonst nicht berühren.

Im Zentrum stehen klare Ziele Bewusstsein für die realen Herausforderungen rund um Period care weltweit schaffen
Tabus aufbrechen und Scham durch Offenheit und Würde ersetzen. Konkrete Lösungsansätze aus der Arbeit von Viva con Agua und Partnern sichtbar machen Räume für Dialog, Community Action und Solidarität öffnen.

Kreativität wird dabei als Form von Aktivismus verstanden. Art and culture speak to everyone. Dieser Ansatz folgt der UL4BC Logik von Viva con Agua und verbindet kulturellen Wandel mit realer Infrastruktur. Denn ohne sauberes Wasser, sichere Toiletten und Hygiene bleibt Period dignity ein leeres Versprechen.

Water first heißt hier: Erst wenn Wasser und Sanitärversorgung sicher zugänglich sind, können Offenheit, Teilhabe und Selbstbestimmung wirklich greifen.

Water first bedeutet mehr als nur Infrastruktur

Der Zugang zu Wasser ist mehr als das Verlegen von Rohren. Es geht um Würde, Sicherheit, Freiheit und grundlegende Menschenrechte. Sauberes Wasser und sichere Sanitäranlagen sind die Basis für ein selbstbestimmtes Leben.

Wenn Frauen und Mädchen sicheren Zugang zu WASH haben, verändert das alles.

Sicherheit: Das Risiko von Gewalt auf dem Weg zum Wasser oder zur Toilette sinkt deutlich.

Gesundheit: Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene entstehen, gehen zurück.

Bildung: Mädchen müssen keine Schule mehr versäumen, um Wasser zu holen oder Menstruation zu verstecken.

Chancengleichheit: Frauen gewinnen Zeit für Arbeit, Bildung und gesellschaftliches Engagement.

Wasser ist ein Menschenrecht. Es ist die Grundlage dafür, dass Frauen und Mädchen sicher leben, lernen und ihr Potenzial entfalten können. Ohne Water first kann es keine echte Gleichberechtigung geben.

Was wir gemeinsam tun können

Lasst uns die Verbindung zwischen WASH und geschlechtsspezifischer Gewalt sichtbar machen. Unterstütze Organisationen wie Viva con Agua, die sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzen. Teile diesen Beitrag, sprich darüber und schaffe Bewusstsein.

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Empfänger*in: Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.
IBAN: DE58 2005 0550 1268 1351 81
BIC: HASPDEHHXXX
Betreff: WASSER FÜR ALLE

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